Die Gesellschaften

Die Vorhaben des Kongresses sind große: Es treffen sich mehrere Fachverbände der Kinder- und Jugendmedizin, um eine fächerübergreifende Tagung, den Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2021, zu stemmen. Namentlich sind das die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ), die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH), der Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland (BeKD) und die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR). Letztere ist heuer das erste Mal dabei, in Anbetracht der Probleme, die uns vermutlich COVID 19 auch langfristig bei Kindern beschert, sicher eine wichtige Fachgesellschaft.

Nicht umsonst ist die „Inflammation“ auch eines der Teilgebiete dieses Kongresses, neben „Bewegung, „genetischer Diagnostik und Therapie“ und dem „Digitalen Wandel, jeder Tag steht unter einer speziellen Agenda dieser Schwerpunktthemen, auch wenn sie das gesamte Programm auch an den anderen Tagen durchziehen. In einem Satellitensymposium hängen sich übrigens noch die Kinderradiologen der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologe (GPR) dran, das war bereits am Dienstag. Mein persönlicher Favorit – wenn auch nicht Schwerpunktthema – ist die Beachtung des Klimawandels in manchen Symposien und dessen Auswirkung auf die Medizin.

Sehr sehenswert: Das sympathische Video zum Einstieg der Kongressvorsitzenden Prof. Dr. Girschick (DGKJ), Dr. Mona Dreesmann (DGSPJ), Birgit Pätzmann-Sietas (BeKD) und PD Dr. Tilmann Kallinich (GKJR). Die Kinderchirurgen hatten wohl keine Zeit.

Im Video erklären uns die Kongressvorsitzenden auch das Konzept des Programmes: Die Hybridveranstaltung mit der Möglichkeit, die Vorträge auch im Nachhinein und aus der Ferne zu streamen. Sicherlich die Zukunft, etwas Positives aus der Corona-Krise: Jetzt kann auch aus dem Schichtdienst oder abends an einem Kongress teilgenommen werden, oder wenn die Kinder um einen herumspringen. Home-Congressing.

Wie sich das für einen wissenschaftlichen Kongress gehört, konnten forschende KollegInnen im Vorfeld Abstracts und Poster einreichen, sie werden im Laufe der Woche präsentiert und unterstützen die verschiedenen Vorträge und Workshops. Als Vor- oder Nachlese gibt es übrigens auch einen Download als PDF (und vielleicht auch „analog“ beim Kongress?) im Anzug der Monatsschrift Kinderheilkunde. Ahja: Wer übrigens Angst hat, den Überblick zu verlieren, kann das gesamte Kongress-Programm vorab einsehen und dann in einer App (Download iPhone/Android) auf das Handy laden. Klickt man vorher die „Lieblings-Symposien“ an, erhält man so sein eigenes kleines Kongressprogramm. Da bleibt nur noch die Qual der Wahl.

Das Hygiene-Konzept ist konsequent: Es gilt eine 3G-Regelung, wie das auch vom Berliner Senat für Veranstaltungen vorgegeben wird, stellen wir uns also auf Kontrollen ein, die Chance auf Tagesschnelltests sind ebenfalls gegeben. Bei einem Kongress für MedizinerInnen und Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen dürfen wir wohl erwarten, dass die meisten geimpft sind. Oder nicht? Vielleicht wird das auch Thema werden – denn an Corona wird auch der Hauptstadt-Kongress nicht vorbeikommen.

Wir bleiben dran. Viel Spaß.

by kinderdok