Kongress für Kinder- und Jugendmedizin 2021 – es geht los

Nun also auf dem Kongress in Berlin, ein wenig aufgeregt darf man schon sein nach beinahe anderthalb Jahren mühevollen Selbststudiums und seltsamen Zoom-Konferenzen mit viel Hintergrundgeräuschen, weil alle Mikros an waren und verzweifeltem Winken, weil jemand etwas sagen wollte. Nun also der „Hauptstadt-Kongress“. Dieser fand letztes Jahr wie so vieles rein online statt, heuer als Hybrid-Veranstaltung mit Live-Publikum und gestreamten Vorträgen.

Wie stets ist der Kongress für Kinder- und Jugendmedizin eine gemeinsame Veranstaltung verschiedener Fachgesellschaften, die sich alle mit der Pädiatrie beschäftigen. Zusammengeführt wird alles auf der Homepage des Kongresses, die ich im Vorfeld lange studiert habe. Ich kritzelte mir handschriftliche Pläne hin, welchen Programmpunkt ich nun gar nicht verpassen darf, und was bestimmt andere mehr interessieren könnte, alleine für die Anmeldung braucht es Klarheit, beispielsweise welche Workshops ich besuchen möchte. Das Angebot ist riesig, wie zu erwarten, wenn jede Fachgesellschaft ihre Klientel bedienen möchte und gleichzeitig übergreifende Inhalte anbietet. Am Ende habe ich ein kleines und feines Programm beisammen. Ich schau mal, wie ich dann von Vortragsraum zu Vortragsraum komme.

Erschreckend nur die Zeitvorgaben: Die Tage beginnen schon um 7.30 Uhr, am Donnerstag sogar schon um 7.00 Uhr, auch wenn diese Frühe-Vogel-Vorträge „Agenda des Tages“ heißen, d.h. hier wird sehr tapferen Menschen am Morgen geschildert, was der laufende Tag so bringt, welche „Highlights“, meist die Schwerpunktthemen, dazu mehr demnächst. Um diese Zeit frisch zu sein, dürfte bereits ein Licht auf die Begeisterung werfen. Ich studiere lieber das hervorragende Online-Programm. Immerhin gehts abends weiter bis 19.00 Uhr. Da freut sich der Kongressbesuch auf etwas Abendprogramm mit einem abkühlenden Berliner Kindl.

Überhaupt diese Homepage: An alles wurde gedacht. Anmeldung, Zertifizierung, Öffentlicher Nahverkehr (leider nicht mehr kostenlos, wie früher bei Berliner Kongressen), Angebote für Unterkünfte, FAQs, für die Presse, für die Anmeldung, das Programm. Hier wird jeder fündig, ob schlichter Besucher, oder ReferentIn, oder AusstellerIn. Die Zertifizierung, die insbesondere die ärztlichen BeobachterInnen interessieren dürfte, funktioniert sogar online per Tracking, in der Gesamtsumme kann man stolze 24 CME-Punkte erlangen, für jeden Workshop weitere 3 CME-Punkte.

Auf dem Video, das die Vorsitzenden des Kongresses zur Begrüssung aufgenommen haben, sieht man bereits die Ausmaße der Berliner Messe, neuerdings „hub-27“ genannt, auf den Bildern sind die Hallen noch leer, sicherlich füllt sich bereits alles mit Leben, Vortragenden, einer angemessenen Industrieausstellung und viel viel Wissen.

Ich jedenfalls bin schon ganz aufgeregt, was der erste Tag so bringt. Wenn ich das hier schreibe, liegt der Dienstag mit dem radiologischen Satellitensymposium schon hinter mir, jetzt suche ich mal mein Programm heraus und stecke meine Wege im „hub-27“ ab. Und dann gibt es weitere Blogbeiträge hier.

Wir bleiben dran. Viel Spaß.

by kinderdok