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Noch eine Woche bis zum Kongress

Eine Person im Rollstuhl hält einen Basketball auf dem Schoß. Die Person trägt schwarze Turnschuhe mit weißen Sohlen. Der Rollstuhl hat blaue Streben.

wir treffen uns schon bald zur DGKJ-Jahrestagung 2025 in Leipzig. Dieser Kongress bietet eine hervorragende Plattform, um über wichtige Themen zu sprechen, die mir und vielen anderen besonders am Herzen liegen: die funktionierende, sektorenübergreifende Versorgung chronisch kranker Kinder, das Leben mit Behinderung und die dringende Notwendigkeit einer adäquaten, verlässlichen Finanzierung der Kinder- und Jugendmedizin.

Für unsere Patientinnen und Patienten brauchen wir eine bessere Verknüpfung und am besten ein nahtloses Netzwerk aus ambulanter Versorgung, klinischer Betreuung und Nachsorge. Gerade die Übergänge nach der Einweisung und dann Entlassung aus einer Klinik und insbesondere das Leben mit chronischen Erkrankungen stellen eine besondere Herausforderung dar. Wir müssen dafür Sorge tragen, diese besonderen Situationen für die Betroffenen möglichst gut zu strukturieren und die Familien in allen Phasen der Versorgung aufzufangen – unsere Unterstützung darf nicht an der Praxis- oder Kliniktür enden. Viele Herausforderungen treten bei Frühgeborenen, angeborenen Behinderungen und schwerst-mehrfach eingeschränkten Patientinnen und Patienten erst im späteren Leben auf. Wir benötigen daher Versorgungskonzepte, die Kinder und Jugendliche entlang ihrer gesamten Entwicklung bis ins Erwachsenenleben begleiten.

Besonders am Herzen liegt mir auch die Einbindung der Eltern und Betroffenen selbst. Sie sind die wichtigsten Expert/-innen für sich und ihre Kinder und müssen von Anfang an als Partner/-innen eingebunden und als wichtigste Ansprechpersonen angesehen werden. Ihre Erfahrungen und Bedürfnisse sollten systematisch in die Versorgungspfade integriert werden, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die den Alltag stärken und die Versorgung verbessern.

Neben diesen inhaltlichen Schwerpunkten darf ein politisches Anliegen nicht unerwähnt bleiben: Die Finanzierung der Kinder- und Jugendmedizin muss – leider weiterhin – dringend verbessert werden. Eine angemessene finanzielle Ausstattung ist entscheidend, um die Qualität der Versorgung sicherzustellen und Innovationen zu fördern, die unseren jungen Patient/-innen zugutekommen. Wir brauchen politische Unterstützung, um die notwendigen Mittel bereitzustellen und eine nachhaltige Infrastruktur für die Zukunft zu schaffen. Kinder- und Jugendmedizin ist kein profitables Geschäft, aber eine Investition in die Zukunft!

Ich freue mich also darauf, diese und viele weitere Themen mit Ihnen in Leipzig zu diskutieren. Gemeinsam können wir eine Zukunft gestalten, die betroffene Kinder und Familien als Ganzes im Blick hat. Ich wünsche Ihnen eine sichere und angenehme Anreise und freue mich darauf, Sie bei der Jahrestagung 2025 zu begrüßen.

Herzlichen Grüße,

Ihr Eckard Hamelmann
Kongresspräsident DGKJ