Wir sind die Jungen!

Berlin ruft! Wir von der Jungen DGKJ sind beim Kongress für Kinder- und Jugendmedizin am 07.-09.10.2021 dabei. Ihr auch?  

Die Junge DGKJ Live und in Farbe im Forum Paediatricum (Hub27, Messe Berlin) am Donnerstag, den 07.10. von 13:45-14:45 Uhr und nochmal am Freitag, 08.10. von 14:00-15:00 Uhr. Für eurer schönstes Lächeln und Erinnerungen vom Kongress gibt’s eine Fotobooth, für die klugen Köpfe gibt’s ein Quiz  und für eure brennenden Fragen stehen wir Rede und Antwort. Außerdem solltet ihr nicht unser Symposium Junge Pädiatrie am Donnerstag um 15:30 Uhr sowie das Junge Forum Pädiatrie und Kinderchirurgie am Samstag um 15:00 Uhr verpassen!  

„Wir sind die Jungen…“ – Die Junge DGKJ stellt sich vor 

Bestimmt habt ihr euch schon gefragt, wer sich eigentlich hinter der Jungen DGKJ verbirgt. Deshalb gibt es jetzt erst einmal ein paar Hintergrundinformationen vorab: 
Achtung, vielleicht enthält dieser Beitrag wichtige Informationen für euch (Gewinnspiel). 
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der gesamten Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland und wurde 1883 gegründet. Das ist schon ziemlich lange her. Tatsächlich gab es in dieser Zeit bisher nur eine einzige DGKJ-Präsidentin, Frau Prof. Krägeloh-Mann. 
Trotz dieses langen Bestehens ist die DGKJ eine „junge“ Fachgesellschaft – 3.000 der rund 18.480 Mitglieder sind unter 35 Jahren – und deshalb gibt es seit 2018 auch die AG Junge DGKJ. Seit mittlerweile 15 Jahren gibt es außerdem eine Vertreterin/einen Vertreter der Assistenz- und Oberärzt*innen im Vorstand. 
Mein Name ist Iris Eckhardt, ich bin Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, in einer Kinderarztpraxis angestellt und habe seit Januar 2020 diese Position inne. In dieser Rolle ist es mir möglich u.a. Anliegen der Ärzt*innen in Weiterbildung direkt in die Fachgesellschaft einzubringen. Der Vorstand, allen voran der amtierende Präsident Prof. Dötsch, nimmt die Ideen der Jungen DGKJ auf, versucht sie umzusetzen und auf die Wichtigkeit von Themen wie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam zu machen. 
Ich bin 2016 über das von der DGKJ und meiner Vorgängerin organisierte Assistentenkolloquium, ein Format, das sich an die Assistentensprecher*innen in den Kliniken richtet und traditionell einmal pro Jahr im Mai in Frankfurt stattfindet, zur DGKJ gekommen. Mir ist es wichtig, mich einerseits für das Fach der Kinder- und Jugendmedizin, aber auch für den Nachwuchs und die Weiterbildung zu engagieren. Von 2016 bis 2019 habe ich die DGKJ im Bündnis Junge Ärzte (BJÄ) vertreten und gestaltete das im Rahmen der Jahrestagung stattfindende Projekt „Neu hier?“ als Tutorin mit. Zwei weitere Kommissionsmitglieder habe ich so kennengelernt. 
Franziska Krampe zum Beispiel arbeitete 2017 als wissenschaftliche Hilfskraft parallel zum Studium und sollte zur organisatorischen Unterstützung bei der Durchführung eines Workshops mit auf die Jahrestagung in Köln fahren. Während ihrer Vorbereitung entdeckte sie das Programm „Neu hier?“ unter der Leitung von Ulrike Gaiser, das sich speziell an junge Kolleg*innen, Studierende und Kongressneulinge richtet. Begeistert meldete sie sich an, war es damals doch ihre erste Kongressteilnahme. 
Das Programm beinhaltet u.a. Impulsvorträge der Tutor*innen zu verschiedenen Themen wie Elternzeit, Forschung oder klinische Einblicke, ist gleichzeitig aber auch ein Mentoring-Programm, bei dem die Teilnehmenden während des Kongresses von den Tutor*innen betreut werden, Hilfestellung bei der Orientierung und Auswahl der Vortragssessions erhalten und auf interessante Veranstaltungen während des Kongresses aufmerksam gemacht werden. Zudem besuchen alle gemeinsam Postersessions und Key Note Lectures. 
„Ich hatte mit meiner Tutorin zahlreiche prägende Gespräche und erhielt Ratschläge, die mir noch heute in den Ohren sind.“ berichtet Franziska.  „Damals äußerte ich, gerne in der DGKJ aktiv werden zu wollen um mich einzubringen und etwas zu bewegen. Einige Monate später wurde die Junge DGKJ gegründet und ich freute mich über die Möglichkeit der aktiven Beteiligung. Ich bin sehr froh, über meine Tätigkeit in der Jungen DGKJ die Zukunft junger Kolleg*innen mitgestalten zu können.“ 
Mittlerweile hat Franziska ihr Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen und arbeitet als Assistenzärztin an einer süddeutschen Uniklinik. 

Nora Karara ist ebenfalls wie Franziska über “Neu hier?” beim DGKJ-Kongress 2017 in Köln zur Jungen DGKJ gekommen. „Dort gab es u.a. ein Treffen mit einer Kongresspräsidentin und wir wurden mehrfach gefragt: “Was wollen die jungen Ärzt*innen heutzutage eigentlich?” erinnert sie sich. „Gute Frage, was wollen wir denn? Ausnahmsweise war es mal nicht abstrakt, sondern eine konkrete Möglichkeit mit Chefärzt*innen und Entscheidern in den Austausch zu treten. Diese Chance galt es zu nutzen! Als ich also anfing, mir darüber Gedanken zu machen, wie die aktuellen Konditionen in der Weiterbildung sind und was dies für mich und meine Kolleg*innen in unserer Lebensplanung bedeutet (befristete Verträge, Schwierigkeiten Kind und Karriere optimal zu vereinen, Doppelbelastung Forschung und Klinik etc.), habe ich beschlossen: Ich möchte etwas ändern! Und vor allem: Ich möchte mitreden! Schon im darauffolgenden Jahr sollte dies möglich sein: Ulrike Gaiser sprach mich an, ob ich nicht Lust hätte mich bei der Jungen DGKJ zu engagieren. Ich bin u.a. für unsere Homepage zuständig und seit Neuestem vertrete ich als Nachfolgerin von Lena de Maizière die DGKJ in der Young European Academy of Paediatrics (EAP).“ 

Nora ist Assistenzärztin mit Faible für Public Health und Neuropädiatrie. Sie hat ihre bisherige Assistenzarztzeit in der Tropen- und Reisemedizin der Charité, im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im sozialen Brennpunkt Neukölln in Berlin, sowie ganz klassisch in Kinderkliniken in Brandenburg und Düsseldorf verbracht. So hat sie bereits mehrere Aspekte der Pädiatrie kennen- und lieben lernen dürfen. Aktuell macht sie noch eine Pause vom Kliniktrubel (Elternzeit) und kümmert sich primär um 2 Babies: ihre 1-jährige Tochter und ihre Doktorarbeit. 

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